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Sollte man vor dem Schlafen gehen wirklich Sport treiben?

Wer vor dem Schlafen noch sportlich aktiv ist, verbringt mehr Zeit in der Tiefschlafphase als jemand, der dies nicht tut. Der Unterschied ist zwar minimal – räumt aber mit einem weit verbreiteten Irrtum auf! FITBOOK kennt die Details der Meta-Studie der Universität Zürich.

„Vorm Zubettgehen besser auf Sport verzichten, sonst wird der Schlaf gestört“ – dieser Ratschlag ist weit verbreitet. Umso erstaunlicher, worauf die Meta-Analyse von 23 Studien zum Thema Sport vor der Bettzeit hinweist, die Wissenschaftler vom Institut für Bewegungswissenschaften und Sport der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH) vorgenommen haben.

Sport vor dem Schlafen hat keinen negativen Effekt

Abendliches Training, welches im Zeitraum von einer halben Stunde vor und maximal vier Stunden vor der Bettzeit endet, beeinflusst den Schlaf nicht negativ, so Prof. Christina Spengler, Leiterin Human- und Sportphysiologie der ETH gegenüber FITBOOK. Eingeschlossen in die Analyse waren überwiegend Studien, in denen die Teilnehmer moderat trainiert hatten (z.B. längerer Dauerlauf, Fahrt auf dem Rennrad. Laut Studienleiterin Spengler ein Training, bei dem man nicht mehr singen, jedoch noch sprechen könne) sowie maximal vier und minimal eine halbe Stunden vor dem Zubettgehen endeten.

Es gibt sogar einen minimal positiven Tiefschlaf-Effekt

Wenn überhaupt, habe Sport am Abend sogar eher einen positiven Effekt auf die Schlafqualität! Jene Versuchsteilnehmer, die im oben angegebenen Zeitraum vor dem Zubettgehen noch eine moderate Sporteinheit absolviert hatten, verbrachten im Schnitt 21,2 Prozent ihrer Schlafzeit im Tiefschlaf – jene häufig traumlosen Phasen, in denen es zur tiefen Entspannung kommt, der Körper u.a. Anti-Aging-Wachstumshormone ausschüttet und sich regeneriert. Nach Abenden ohne Sport kamen dieselben Probanden auf 19,9 Prozent Schlafenszeit im Tiefschlaf.

„Vergessen Sie Ratschläge! Wichtig ist das individuelle Ausprobieren“

„Dieser Tiefschlaf-Effekt ist aber wirklich minimal“, teilte Spengler auf FITBOOK-Anfrage mit. Beide Werte liegen im statistischen Normbereich von 20 bis 25 Prozent – wenngleich es für Tiefschlaf keine Mindestmenge  gibt. Bei älteren Menschen ist der Tiefschlafanteil beispielsweise deutlich reduziert, bei Teenagern ist er erhöht.

Relevanter als die minimal erhöhte Menge an Tiefschlaf ist für die Forscher das andere Lernergebnis: Die Absage an gängige Sprüche à la Zwei Stunden vor dem Schlaf keinen Sport machen, weil man sonst schlechter schläft.

„Vergessen Sie diese Ratschläge!“, so Spengler gegenüber FITBOOK. „Wichtig ist das individuelle Ausprobieren.“

Welche Rolle spielt die Intensität des Trainings?

In vielen Artikeln zu Spenglers Analyse-Ergebnissen ist zu lesen, dass jene Versuchsteilnehmer, die ihr Training erst eine Stunde vor dem Schlafengehen beendet hatten, besonders tief schliefen. FITBOOK hakte nach – und erfuhr, dass diese Interpretation falsch ist.

„Bei einer der 23 untersuchten Studien endete intensives Training erst eine Stunde vor dem Schlafengehen“, so Spengler. Folge: „Die Schlafeffizienz (Verhältnis von Schlafzeit zu Bettzeit, Anm. d. Redaktion) war reduziert gegenüber der Kontrollnacht.“ Grund: Die Zeit bis zum Einschlafen war aufgrund der erhöhten Herzfrequenz länger und der Wecker klingelte zur normalen Zeit, sodass die gesamte Schlafdauer etwas kürzer war. Spengler: „Tatsächlich gibt es noch zu wenige Studien, die wissenschaftlich solide Untersuchungen innerhalb einer Stunde vor der Schlafzeit machten.“

Was tun, wenn ich kurz nach dem Sport tatsächlich schlecht schlafe?

Spengler rät FITBOOK-Lesern, die vor allem nach dem Sport unter Einschlafproblemen leiden, das nächste Mal folgendermaßen vorgehen:

  • Bei gleichem Timing und gleicher Sportdauer weniger intensiv trainieren
  • Bei gleichem Timing und gleicher Intensität kürzer trainieren – oder:
  • Bei gleicher Dauer und gleicher Intensität früher trainieren

Also, ab ins P 15 🙂

(Quelle: Fitbook.de)

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Darf man mit Bluthochdruck Kraftsport treiben?

Wir haben beim Fachmann nachgefragt!

Lange hieß es, dass für Hypertoniker – also Menschen, die an Bluthochdruck leiden – Kraftsport gänzlich ungeeignet sei. Neue wissenschaftliche Untersuchungen zeigen jedoch das Gegenteil. Das A und O: dass man dabei bestimmte Regeln einhält! FITBOOK erklärt, wie sich Bluthochdruck-Patienten an Gewichten verhalten sollten.

Herzinfarkt, Schlaganfall und Organschäden – Bluthochdruck bringt einige schwerwiegende Risiken mit sich. Entsprechend ungeeignet sind bei diesem Krankheitsbild Workouts, bei denen hohe Blutdruckspitzen erreicht werden. Gleichzeitig beschreiben Mediziner Sport für Blutdruckpatienten als extrem wichtig, da man dadurch den Blutdruck langfristig senken könne. Außerdem soll man mitunter sogar verhindern können, überhaupt erst an Hypertonie zu erkranken. Bloß welchen Sport?

Sport ist bei Bluthochdruck Pflicht

Leichte Ausdauersportarten – wie Nordic Walking, Wandern, Skilanglauf, leichtes Joggen und Radfahren – gelten als empfehlenswert. Ebenso Ballsportarten, „wenn diese nicht mit zu viel Ehrgeiz und nicht unter Wettkampfbedingungen ausgeübt werden“, wie die „Deutsche Herzstiftung“ auf ihrer Website empfiehlt.

Keinesfalls jedoch sollten Bluthochdruck-Patienten einfach drauflospumpen! Bevor man mit Kraftsport loslegt, sollte bestenfalls eine sportmedizinische Untersuchung vorgenommen werden, die auch eine fachkundige Anleitung beinhalten sollte. FITBOOK sprach mit einem, der genau das leisten kann.

Fitnessprofessor: »Darauf müssen Hypertoniker beim Krafttraining achten

Sportwissenschaftler Prof. Dr. Stephan Geisler weiß, dass man gerade mit Krafttraining messbar positive Effekte erzielen kann, auch wenn es in der Vergangenheit immer hieß, Krafttraining bei Bluthochdruck sei ein No-Go.

Denn inzwischen belegen immer mehr Untersuchungen seine positiven Effekte. So hat die „ÄrzteZeitung“ schon vor einigen Jahren berichtet, dass Patienten in Krafttrainingsprogrammen ihren systolischen Blutdruck (= den „oberen Wert“) um bis zu 10 mmHg und den diastolischen um bis zu 5 mm Hg senken konnten. Dies hätten Untersuchungen sowohl bei jüngeren Menschen als auch bei Älteren (bis 70 Jahre) bestätigt.

Doch damit das Gewichtstraining wirklich nur positive Effekte entfaltet, sollte man bestimmte Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, schließlich können für Menschen mit Bluthochdruck „die forcierten Drucke beim Krafttraining gefährlich werden“, warnt Fachmann Geisler. Dazu gehört einerseits, vor jeder Trainingseinheit den Blutdruck zu messen. „Wenn er gerade sehr hoch ist, bitte lieber eine Trainingspause einlegen“, rät der Fachmann. Außerdem sei bei der Ausführung dringend darauf zu achten, dass es nicht zu einer Pressatmung kommt.

Kein KraftAUSDAUERtraining bei Bluthochdruck

Und jetzt zum Training an sich. Der Fitnessprofessor rät zur „Ökonomisierung der peripheren Muskelarbeit, dass also eine möglichst hohe Muskelleistung bei möglichst geringer Druck- und Frequenzbelastung des Herz-Kreislauf-Systems erbracht werden soll.“ „Ansonsten steigt der Blutdruck kontinuierlich an. Am Ende des Satzes hat man unter Umständen einen hohen Blutdruck generiert.“

Der Fitnessprofessor stützt seine Einschätzung auf die Erkenntnis einer Studie von 2003, erschienen im „International Journal of Sports Medicine“. Dabei wurden bei Probanden die Blutdruckreaktionen auf Kraftausdauertraining (bei 50 Prozent der Maximalkraft) und auf intermittierendes Krafttraining verglichen. Beim intermittierenden Kraftsport haben die Studienteilnehmer das Gewicht nach jeder Wiederholung kurz abgesetzt, dafür aber mit höheren Gewichten und bei 80 Prozent der Maximalkraft gearbeitet. Im Schnitt wurden beim Kraftausdauertraining 15 bis 20 Wiederholungen und bei der schwereren Variante nur etwa acht Wiederholungen geschafft.

Den Blutdruck immer im Blick behalten

Wer sich – nachdem er von Physio- oder Sporttherapeuten die korrekte Durchführung der Übungen erlernt hat – an das Gewichtstraining heranwagt, sollte gerade in den ersten Wochen seine Werte im Blick behalten. Die „Deutsche Hochdruckliga“ definiert als Obergrenze für den Blutdruckwert 200 mmHg und empfiehlt darauf zu achten, dass der Blutdruck nur gemächlich ansteigt.

 

(Quelle: Fitbook.de)

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Elektrische Stimulation erhöht die Gedächtnisleistung

Was den Muskeln lieb ist, kann dem Hirn nur recht sein

Die einen lösen Kreuzworträtsel, die anderen rätseln Sudoku. Mancher lernt noch Gedichte auf seine alten Tage oder trällert die Liedertexte seiner Kindheit rauf und runter. Und das alles aus Furcht vor Demenz und Alzheimer. Die Sorgen sind begründet, denn mit den Jahren lässt das Gedächtnis der meisten Menschen nach.

Um gravierende Lücken erst gar nicht entstehen zu lassen oder wenigstens so klein zu halten, dass man immer noch die nächsten Familienangehörigen erkennt, muss das so genannte Arbeitsgedächtnis leistungsfähig bleiben. Ob Gehirn-Jogging jedoch das richtige Gedächtnis-Training ist, blieb unter Experten lange umstritten.

Es geht nämlich nicht nur um das kurzzeitige Speichern von Informationen im Kurzzeitgedächtnis, sondern um die Verknüpfung und Verarbeitung neuer und bereits gespeicherter Informationen, um Konzentration und Merkfähigkeit, logisches Denkvermögen und Sprachverständnis. Wissenschaftler haben bisher das Erlernen einer neuen Sprache als die bestmögliche Trainingsform für das Arbeitsgedächtnis empfohlen.

Gut verträgliche Methoden zur Unterstützung solcher Übungen wurden lange Zeit vergeblich gesucht. Wissenschaftler des Universitätsklinikums Tübingen haben unter der Leitung von Professor Christian Plewnia jetzt gezeigt, dass leichte elektrische Stimulation des Stirnhirns während eines speziellen Arbeitsgedächtnistrainings die Übungsergebnisse verbessert.

Biologische Grundlage der Tests ist die Aktivität von Nervenzellnetzwerken insbesondere im Stirnbereich des Gehirns. Sprachliche Informationen werden vor allem im linken, räumliche Informationen bevorzugt im rechten Stirnhirn verarbeitet. Dabei verständigen sich die Nervenzellen untereinander über elektrische Reizleitungen.

Für ihre Experimente teilten die Tübinger Wissenschaftler 81 Probanden in drei Gruppen ein: Bei allen wurden Stimulations-Elektroden aufgeklebt, doch nur bei zwei der Gruppen wurde das linke beziehungsweise rechte Stirnhirn der Probanden während drei Trainingssitzungen innerhalb einer Woche tatsächlich gezielt mit schwachem Gleichstrom stimuliert. Die Teilnehmer der dritten Gruppe erhielten lediglich eine Scheinstimulation.

Bei dem Arbeitsgedächtnistraining am Computer wurden räumliche oder verbale Aufgaben gestellt, deren Schwierigkeitsgrad sich an die Leistungsfähigkeit der Versuchsperson anpasste. Als Ergebnis wurde die in jeder Sitzung erreichte mittlere Gedächtniskapazität gewertet.

Tatsächlich lernten Personen, die während einer sprachlichen Aufgabe am linken Stirnhirn und während einer räumlichen Aufgabe am rechten Stirnhirn stimuliert wurden, die Aufgabe besser zu bewältigen als Teilnehmer, die entweder zum Schein oder während der sprachlichen Aufgabe rechtsseitig, beziehungsweise während der räumlichen Aufgabe linksseitig stimuliert wurden.

Besonders bemerkenswert war, dass diese Verbesserung sogar Monate später noch nachweisbar war. Außerdem zeigen diese Probanden auch in der nicht-trainierten Aufgabe bessere Leistungen, also sprachlich bei räumlichem Training beziehungsweise räumlich bei sprachlichem Training.

Das eröffnet dem Training mit EMS völlig neue Möglichkeiten!

Ab ins P 20 🙂

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Die P 15 – News für Februar 2019

25 Jahre P 15 – Jeden Monat ein besonderes Geschenk für dich

Gute Vorsätze – Jetzt durchhalten oder STARTEN!

Du bist mittendrin, dann super, mach genau so weiter!

Du hast du die guten Vorsätze bereits vergessen oder noch gar nicht damit angefangen weil ….. es kalt ist, weil Schnee liegt, weil keine Zeit, weil der Hund, weil es …… Ausreden gibt es sicherlich genug – aber das Gute ist, es ist NIE ZU SPÄT damit zu starten!

Wie möchtest du das Jahresende 2019 verbringen? Was möchtest du bis dahin erreicht haben? Womit kannst du heute noch starten? Womit solltest du keinesfalls aufhören? Bleib dran. Stell dir vor, wie es wäre, wenn du zum Jahresende alle (oder zumindest einen Teil davon) deiner Vorhaben durchgezogen und all deine Ziele erreicht hast. Was wäre das für ein Fest!

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25 Jahre P 15 – Das Februar Geschenk

Das Programm myintese+ gibt’s für dich im Februar geschenkt!

Mache das Jahr 2019 zu DEINEM JAHR und starte gleich mit dem erfolgreichsten Ernährungsprogramm der Fitnessbranche myintese+. Du erreichst damit leicht dein Traumgewicht und deine Krankenkasse übernimmt sogar die Kosten mit bis zu 100%

Sollte deine Krankenkasse die 99.-€ nicht komplett übernehmen, bekommst du von uns die Differenz als Guthaben gutgeschrieben. Bsp.: Programmkosten 99.-€, Krankenkasse übernimmt 75.-€ und die Differenz von 24.-€ bekommst du von uns als Guthaben gutgeschrieben.

Nur solange Vorrat reicht!

Egal ob du abnehmen, straffen oder nur etwas über gesunde Ernährung lernen möchtest, myintense+ ist für jeden geeignet und zeitlich völlig flexibel. Lernen mit einfachen umsetzbaren Tricks wie man KCAL einspart und trotzdem lecker wie gehabt kochen kann.

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Marco wechselt die Branche und hat uns zum 31.01.2019 verlassen

Marco hatte als Auszubildender zum Sport- und Fitnesskaufmann bei uns vor vielen Jahren begonnen und natürlich sind wir sehr traurig darüber. Wir wünschen Marco aber alles Gute und viel Erfolg in seinem neuen Tätigkeitsfeld. Schön, dass du bei uns warst. Marco__Custom_

Du hast dein Trainingsziel, eGym Premium das passende Trainingsprogramm

Mit dieser Serie möchten wie dir die verschiedenen Trainingsziele einmal näher erklären. Starten möchten wir mit dem Trainingsziel Abnehmen:

Abnehmen

Das Trainingsprogramm Abnehmen ist auf einen möglichst hohen Kalorienverbrauch und eine langfristige Verbesserung des Fettstoffwechsels ausgelegt. Das Training zur Gewichtsreduktion umfasst intensives Kraftausdauertraining bei stetig hoher Herzfrequenz und langen Belastungszeiten. Durch weitere intensive Einheiten zum Muskelaufbau sorgst Du gezielt für einen gesteigerten Energie-Grundumsatz. Die gleichzeitige Kraft- und Ausdauersteigerung ist die ideale Methode zum Abnehmen mit Sport. In einem hohen Pulsbereich kannst Du maximal viele Kalorien verbrennen.

Die verschiedenen Trainingszyklen sind folgendermaßen aufgeteilt:

  1. Regulär (30 Wdh.)
  2. Isokinetisch (22 Wdh.)
  3. Adaptiv (15 Wdh.)
  4. Isokinetisch (22 Wdh.)

So wird das Training für dich und deine Muskulatur nie langweilig und die Motivation hoch gehalten.

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Euer Alex und das gesamte P 15 Team
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Selbst Atmen lässt sich trainieren

Es muss ja nicht gleich Asthma sein, wenn man schnell mal außer Atem ist. Aber selbst die chronische Lungenerkrankung COPD, von der in Deutschland jeder Achte über 40 betroffen ist, wäre kein Grund, nicht mit regelmäßigem Fitness-Training zu beginnen. Ganz im Gegenteil: Auch wenn der Impuls zu Atmen eine unwillkürliche Aktion unseres Körper ist – selbst dazu benötigt der Mensch aktive Muskelarbeit. Und die lässt sich trainieren.

Wichtigste Muskulatur ist dabei das Zwerchfell, das zwischen den Rippen sowie Bauch- und Rückenmuskulatur liegt. Bei der Einatmung bewirkt es, dass sich der Brustkorb dehnen kann. Bei der Ausatmung verengt sich der Brustkorb wieder, das heißt, die Muskulatur entspannt sich. In Ruhe atmen wir etwa zehn- bis 15-mal ein und aus, bei körperlicher Aktivität natürlich öfters.

Folgende Ratschläge können bei Atemwegserkrankungen die Umstellung auf veränderte Wetterbedingungen erleichtern und einen entspannt durchatmen lassen. Die beiden Atem-frei-Übungen sind aber durchaus auch gesunden Menschen zum Nachmachen empfohlen!

1. Lippenbremse
Die Lippenbremse ist die Grundlage aller Atemübungen. Sie kann überall angewendet werden und ist relativ leicht zu lernen. Atmen Sie tief über die Nase ein. Bei der Ausatmung, die durch den Mund erfolgt, werden die Lippen nur einen ganz kleinen Spalt geöffnet. Die sich dadurch bildenden sogenannten „Hamsterwangen“ sorgen dafür, dass der Druck in den Atemwegen erhöht wird, und es kann mehr Luft durch die Atemwege strömen. Lassen Sie sich bei der Ausatmung Zeit! Die Lippenbremse wirkt beruhigend und oftmals entspannend.

2. Kutschersitz
Der Kutschersitz ist eine atemerleichternde Position. Setzen Sie sich auf einen Stuhl. Öffnen Sie die Beine schulterbreit und legen Sie ihre Ellbogen auf ihren Oberschenkeln ab. Stützen Sie sich nun auf ihren Beinen ab. Dadurch kann ihre Rückenmuskulatur entspannen, da das Gewicht der Arme genommen wird. Atmen Sie in dieser Position mindestens 30 Sekunden ruhig und gleichmäßig. Setzen Sie hierbei auch die Lippenbremse ein.

Atemtechniken sollten möglichst regelmäßig und in beschwerdefreien Phasen eingeübt werden – denn dann sind sie am wirkungsvollsten und können auch bei akuter Atemnot richtig angewendet werden. Versuchen Sie also die Atemübungen mit in ihren Alltag einzubauen.

Zusätzlich trainieren klassische Fitness-Übungen die innere Atem-Muskulatur:
> Gerade Crunches – stärken die gerade Bauchmuskulatur
> Seitneigen – trainieren die schrägen und queren Bauchmuskeln
> Arme rückwärts abspreizen – dehnt die Brustmuskulatur
> Rumpfbeugen – dehnen die Rückenmuskulatur

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Macht Fleisch essen Männer männlicher?

Männer essen doppelt so viel Fleisch wie Frauen. Über die Gründe gab es bisher viele Vermutungen aber wenig Fakten: Weil Jungs von klein auf gesagt wird: Iss dein Fleisch, damit du groß und stark wirst. Weil der frühe Mann als Jäger fürs Fleisch sorgte und die Frau Früchte sammelte. Oder: Weil Männer mit Genuss essen, Frauen dagegen mit Blick auf die Figur.
Alles falsch, haben australische Wissenschaftler heraus gefunden.

Fleisch verschafft Männern ein Gefühl von Stärke, Macht und Männlichkeit, sagen die Forscher der Uni Sydney. Das läge vor allem daran, dass Fleisch einen hohen sozialen Status habe. Man serviert es seinen Gästen, gönnt sich besondere Stücke zu festlichen Anlässen, und früher kam es nur sonntags auf den Tisch. Von diesem gehobenen Ansehen des Nahrungsmittels hoffen Männer, die sich selbst eine eher geringe soziale Stellung zurechnen, sich eine Scheibe abschneiden zu können. Sie glauben: Viel Fleisch, viel Ehr.

Ihre Fleisch-Psychologie belegten die Forscher mit einem Experiment, bei dem Männern zwei Arten von „Beast Burgern“ angeboten wurden, einmal als vegetarisch deklariert, einmal fleisch-basiert. Beide Angebote waren äußerlich völlig gleich verpackt und mit demselben Ernährungsprofil beschrieben.

Ergebnis: Männer, die sich zur sozial niedrigeren Bevölkerungsschicht rechnen, griffen vermehrt nach dem angeblichen Fleisch-Burger. Das Ergebnis der Studie ist absolut nicht made in Australia, obwohl dort mehr Fleisch konsumiert wird als in jedem anderen Land der Welt: 92,5 Kilo pro Person im Jahr.

In Deutschland ist der Fleischverbrauch im vergangenen Jahr 2017 auf das niedrigste Niveau seit mehr als zwei Jahrzehnten gesunken: 59,7 Kilo. Das waren 800 Gramm weniger als ein Jahr zuvor.

Ob das ein Ergebnis der Tierschützer- und Vegetarier-Kampagnen ist oder eine Akt der individuellen Vernunft, ist ungeklärt. Gesünder ist es auf jeden Fall, bringen doch Ernährungsberater und Ärzte den Verzehr vor allem von rotem und zu Wurst verarbeitetem Fleisch und Krebserkrankungen in Verbindung.

Fitness-Sportler wissen längst, dass sie ihren Eiweiß-Bedarf nicht unbedingt mit gewaltigen Fleischportionen sichern müssen. Sie finden speziell auf ihre Trainingsziele abgestimmte Protein-Shakes an ihrer Studio-Theke. Die enthalten im Vergleich zum Burger oder Döner weniger Fett und keine Hormone. Und für das männliche Selbstwertgefühl kennt jeder im Studio andere Wege als Fleisch zu essen.

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Gute Vorsätze No 1: Gesünder leben

Gesünder leben – schnell gesagt. Aber was ist gesund leben? Da sind sich alle Experten einig: Kein Übergewicht, kein Nikotin, wenig Alkohol, viel Bewegung und eine vernünftige Ernährung. Je mehr dieser fünf gesunden Lebensstilfaktoren eingehalten werden, desto besser und länger lebt man. Das Sterblichkeits-Risiko lässt sich nach einer amerikanischen Studie durch eine gesunde Lebensweise um bis zu 44 Prozent senken.

Die Wissenschaftler untersuchten dazu 1163 Männer. Die hatten eines gemeinsam: die Lebensstil-Krankheit Diabetes.
22 Prozent der Männer hielten keinen oder nur einen der fünf Faktoren eines gesunden Lebensstils ein.
37 Prozent lebten wenigstens in zwei Bereichen gesund,
29 Prozent hielt sich an drei gesunde Faktoren und
12 Prozent erfüllten vier und mehr Faktoren eines gesunden Lebens.

Diabetes verursacht eine Fülle von weiteren Krankheiten, die einzeln oder gemeinsam das Leben verkürzen. Bluthochdruck, Herz- und Gefäßerkrankungen sowie eine nicht-alkoholische Fettleber sind die häufigsten Folgen. An solchen Fakten konnten die Wissenschaftler also die Höhe des Sterberisikos mit dem Lebensstil vergleichen.

Schon die Einhaltung von zwei Faktoren eines gesunden Lebensstils reduziert das Sterberisiko gegenüber den ungesund lebenden Männern um 42 Prozent, bei vier und mehr gesunden Verhaltensweisen sinkt das Risiko eines frühen Todes um 44 Prozent. Daraus folgern die Wissenschaftler: Selbst wer schon eine an sich lebensbedrohliche Lebensstilkrankheit wie Diabetes hat, profitiert von einer Verhaltensänderung noch durch ein geringeres Sterberisiko und eine höhere Lebensqualität.

Dass Übergewicht durch Mangel an Bewegung und falsche Ernährung die größte Bedrohung für Leib und Leben darstellen, beklagen auch deutsche Experten wie der Ulmer Professor Wabitsch von der Deutschen Adipositas-Gesellschaft: „Es gibt offensichtlich Barrieren in unserem Leben, die körperliche Bewegung verhindern und gesunde Ernährung erschweren.“

Welche Barrieren das sind? Ärmere und weniger gebildete Bevölkerungsgruppen nennt der Professor besonders benachteiligt.

Weil jedes Jahr bei 500.000 Menschen die Diagnose „Diabetes“ neu gestellt wird, fordern immer mehr Mediziner zum Kampf gegen Übergewicht auf und verlangen höhere Steuern auf ungesunde Lebensmittel mit hohem Zucker-, Salz- und Fettgehalt und die Befreiung von Obst und Gemüse von der Mehrwertsteuer.

Wer weder arm noch weniger gebildet ist, sollte sich dahinter nicht verstecken, sondern den guten Vorsatz „Gesünder Leben“ einfach umsetzen.